Beschreibung
Bio-Hanföl
Hanföl ? gut für Mensch und Tier
Die Hanfpflanze, heutzutage
oft als Symbol für die Einstiegsdroge in den illegalen Drogenkonsum
angesehen, bietet viel mehr als ein Blütenharz mit rauscherzeugenden
Inhaltsstoffen. Diese uralte Kulturpflanze wurde schon im Altertum zur Gewinnung
von Fasern angebaut und die Früchte als Lebens- und Heilmittel genutzt. Vor
allem das aus den Früchten gewonnene Öl ist nicht nur ein schmackhaftes sondern
auch ein ernährungsphysiologisch wertvolles Speiseöl.
Durch die Verwendung THC-armer Hanfsorten als Ausgangsmaterial ist Hanföl praktisch frei von rauscherzeugenden Inhaltsstoffen.
Was macht Hanföl für die Ernährung so besonders wertvoll?
Hanföl
zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an den essentiellen Fettsäuren Linolsäure
(omega-6) und alpha-Linolensäure (omega-3) im Verhältnis von etwa 4 zu 1 bis 6
zu 1, was als ideal für die Ernährung von Tier und auch dem Menschen angesehen
wird. Bereits 15 bis 20 g täglich reichen aus, um den Bedarf an essentiellen
Fettsäuren beim Menschen zu decken.
Weiterhin enthält Hanföl Ölsäure und seltene Fettsäuren wie gamma-Linolen-
und Stearidonsäure sowie nützliche Bestandteile wie 'Vitamin E'
'Vitamin E' spielt eine große Rolle bei den zellschützenden Prozessen im Körper. Es verhindert z.B. die Schädigung der Zellwände durch freie Radikale. Der Bedarf an 'Vitamin E' ist stark von der gleichzeitigen Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren und Selen abhängig.
Eine artgerechte bilanzierte Vollnahrung enthält diese Inhaltstoffe in den richtigen Mengen.
Für ein gut funktionierendes Abwehrsystem ist 'Vitamin E' von großer Bedeutung. Ein Mangel ist in der Praxis selten. Ein Mangel an 'Vitamin E' geht einher mit Wachstums- und Bewegungsstörungen infolge degenerativer Veränderungen der Skelett und der Herzmuskulatur.
Was bewirkt ein Zufüttern von Hanföl beim Hund?
Ähnlich wie die
Fisch-Nachtkerzenöl-Mischung sorgt Hanföl für gesunde Haut und glänzendes Fell ,
ein Effekt, der sich recht schnell einstellen sollte. Zudem sichert die
Zufütterung von beiden Ölen die Versorgung mit lebenswichtigen Fettsäuren und
unterstützt den gesunden Zellstoffwechsel und das Immunsystem. Durch das
optimale Verhältnis an omega-3 zu omega-6-Fettsäuren kann ein Überwiegen
entzündlich wirkender Mediatoren im Organismus, was u.a. auf die im Fleisch
enthaltene Arachidonsäure zurückgeführt wird, vermieden werden.
Der Geschmack des Hanföls ist angenehm und leicht nussig und daher auch hervorragend für die menschliche Ernährung geeignet, ein Vorteil, den die anderen Öle nicht besitzen.
Wichtig! Niemals verdorbene Fette verwenden!
Wie alle Fette, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind, verdirbt auch Hanföl recht rasch. Daher empfiehlt sich die Aufbewahrung im Kühlschrank und eine angebrochene Flasche sollte innerhalb von 6 bis 8 Wochen verbraucht werden. Hanföl sollte niemals stark erhitzt werden, es eignet sich aber gut für kalte Gerichte wie Salate, Dips usw. und zum Verfeinern von warmen Speisen.
Durch den Gehalt an Chlorophyll erhält kaltgepresstes Hanföl eine grünliche Färbung. Schlägt die Farbe nach gelb um, so ist dies ein Zeichen für eine Minderung der Qualität. Solches Öl sollte nicht mehr verwendet werden.
Autorin: Isolde Altersberger, Apothekerin für Klinische Pharmazie, München. Verfasserin des Heilpflanzen-Katalogs. (Stand: Oktober 2008)
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